Vortrag zum Thema „Esten im Nachkriegsdeutschland“ am 12. Mai 2022

Am Donnerstag, dem 12. Mai 2022, um 18:00 Uhr, findet in der Estnischen Botschaft ein Vortrag zum Thema: Esten im Nachkriegsdeutschland: Kultur, Politik, Humor und die Entstehung der globalen Diaspora“ statt. Den Vortrag wird Frau Dr. Maarja Merivoo-Parro auf Englisch halten. Es handelt sich um eine Hybridveranstaltung: in Präsenz und digital. Um den Zoom-Link zu erhalten oder Ihre Teilnahme in der Botschaft zu bestätigen, melden Sie sich bitte per E-Mail an: [email protected].

Zum Thema:

Der bedeutendste Exodus der estnischen Bevölkerung wurde durch den Zweiten Weltkrieg ausgelöst, der mehr als ein Zehntel der Bevölkerung entwurzelte. Einige wurden nach Sibirien deportiert, andere flohen in den Westen. Die meisten von ihnen landeten entweder in schwedischen Flüchtlingslagern oder in Lagern für Displaced Persons in Deutschland.Die Präsentation beleuchtet die gelebten Erfahrungen von Esten, die Mut und Kreativität zeigen mussten, um durch die tückischen Gewässer der internationalen Politik zu navigieren, um sich als selbstverwaltete Gruppe mit einem aktiven kulturellen Leben zu sichern und eine global vernetzte Diaspora aufzubauen.Im kollektiven estnischen Gedächtnis hat vor allem die baden-württembergische Kleinstadt Geislingen einen besonderen Platz als Symbol des Neuanfangs gefunden.

Dr. Maarja Merivoo-Parro ist eine Fulbright-Stipendiatin, die sich der Erforschung der Mentalitätsgeschichte und der Schnittstelle von Kultur und Politik verschrieben hat. Sie teilt ihre Zeit zwischen Forschung, Lehre und Medienarbeit auf, indem sie TV- und Radiosendungen zu Wissenschaft und Forschung moderiert. Sie ist in ihrem Bereich auch im gemeinnützigen Sektor tätig, indem sie im Vorstand des Baltic Heritage Network und der Estnischen Diaspora-Akademie und als Kuratorin der Dauerausstellung mit estnischen Flüchtlingen im Vabamu-Museum für Berufe und Freiheit in Tallinn tätig ist. Sie erhielt ihren Ph.D. 2018 von der Universität Tallinn für die Dissertation „Pursuing Estonianness in Cold War U.S.A.: Education, Recreation, Humor and Overlapping Diasporic Conditions“.

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