Der Friedensvertrag zwischen der Republik Estland und Sowjetrussland wurde nach schwierigen Verhandlungen am 2. Februar 1920 in Tartu geschlossen. Der Vertrag beendete den estnischen Unabhängigkeitskrieg, der fast eineinhalb Jahre dauerte, und er war die erste große Errungenschaft in den Außenbeziehungen des jungen estnischen Staates. Der Friedensvertrag von Tartu war der erste internationale Vertrag sowohl für die junge estnische Republik als auch für Sowjetrussland, das kaum ein paar Monate älter war.Der Frieden von Tartu brachte große Änderungen mit sich – der Vertrag legte die Grenze zwischen Estland und Russland fest und markierte einen Meilenstein zwischen den beiden wichtigen Zeitalter der estnischen Geschichte. Zum ersten Mal in seiner Geschichte konnte Estland als unabhängiger Staat auftreten.
Mit dem Friedensvertrag von Tartu erkannte Sowjetrussland die Unabhängigkeit Estlands an und erklärte „freiwillig auf sämtliche Souveränitätsrechte über das Volk und das Land Estlands auf alle Zeiten zu verzichten“. Der Frieden von Tartu ebnete anderen Ländern den Weg zur Anerkennung der Unabhängigkeit Estlands und bekräftigte damit das Recht auf die Existenz des estnischen Staates.Foto 2: Jaan Poska unterzeichnet den Friedensvertrag, Tartu, 02.02.1920.Jaan Poska, der die estnische Delegation bei den Friedensgesprächen in Tartu leitete, sagte bei der Unterzeichnung des Vertrags am 2. Februar 1920: „Der heutige Tag ist der wichtigste für Estland in seiner 700-jährigen Geschichte, denn heute wird Estland zum ersten Mal endgültig das künftige Schicksal seines Volkes bestimmen.“
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Jaan Poska unterzeichnet den Friedensvertrag, Tartu, 02.02.1920.
Jaan Poska, der die estnische Delegation bei den Friedensgesprächen in Tartu leitete, sagte bei der Unterzeichnung des Vertrags am 2. Februar 1920: „Der heutige Tag ist der wichtigste für Estland in seiner 700-jährigen Geschichte, denn heute wird Estland zum ersten Mal endgültig das künftige Schicksal seines Volkes bestimmen.“
