Konzert des estnischen Duos „Puuluup“ am 29. Juni 2022

Mittwoch 29.06.2022 to Mittwoch 29.06.2022
Botschaft der Republik Estland, Hildebrandstr. 5, 10785 Berlin

Die Botschaft der Republik Estland lädt Sie herzlich zum Konzert des estnischen Duos „Puuluup“ am Mittwoch, dem 29. Juni 2022, um 18.00 Uhr, in die Estnische Botschaft, Hildebrandstr. 5, 10785 Berlin, ein.

Das Neo-Zombie-Post-Folk-Duo PUULUUP bilden estnische Musiker Ramo Teder und Marko Veisson. Ihre Instrumente sind archaisch, ihre Kompositionen witzig, ihr Auftritt hat Slapstick-Charakter. Neben ihren Leiern verwenden die beiden Musiker auch Loop-Stations, mit denen sie einen Klangteppich erzeugen können. Aus einer Verknüpfung von Tradition und Moderne entsteht die Musik, die hypnotisiert.

Das Konzert verbinden wir mit einem Spendenaufruf für die Ukraine: Die Universität Tartu hat einen Stipendienfonds eingerichtet, um Spenden zur Unterstützung des Studiums ukrainischer Studierenden an der Universität Tartu zu sammeln. Die gesammelten Spenden kommen den ukrainischen Studierenden zugute. Weitere Informationen zum Stipendienfonds finden Sie auf der nächsten Seite. Falls Sie spenden möchten, können Sie eine Überweisung auf folgendes Konto vornehmen:

Tartu Ülikooli Sihtasutus
Stichwort: Ukraina Fond
SEB Bank EE471010102026293006
Swedbank EE532200221010373441

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 27.06.2022: embassy.berlin@mfa.ee

Der Stipendienfonds der Universität Tartu für ukrainische Studierende

Der Stipendienfonds wurde am 28. Februar 2022 eingerichtet. Bisher wurden fast 65.000 Euro gesammelt und bereits 32 Studierende unterstützt. Derzeit studieren 123 ukrainische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen an der Universität Tartu. Die Universität hat sich dazu verpflichtet, ab dem nächsten akademischen Jahr bis zu 250 neue ukrainische Studierende aufzunehmen. Bis jetzt sind bereits mehr als 350 Bewerbungen eingereicht worden.Die estnische Regierung hat sich ihrerseits verpflichtet, die Studiengebühren und die Kosten für Sprachkurse in Höhe von bis zu 2.500 Euro pro Semester zu übernehmen. Die Universität hat mit dem Staat vereinbart, dass 500 Euro des Betrags zur Deckung der Lebenshaltungskosten für Studienanfänger und Studienanfängerinnen im ersten Monat verwendet werden.

Der estnische Staat bietet den Personen, die vorübergehenden Schutz genießen, die Möglichkeit, eine bedarfsabhängige Studienbeihilfe über einen längeren Zeitraum zu beantragen. Die Ukrainer und Ukrainerinnen, die das Land vor dem Krieg verlassen haben oder in einem anderen Land vorübergehenden Schutz suchen, haben allerdings keinen Anspruch auf diese Beihilfe.

Das Stipendium kann sowohl von Studierenden mit ukrainischer Staatsangehörigkeit als auch von Postgraduierten beantragt werden. Da ukrainische Studierende bereits von den Studiengebühren befreit sind, soll das Stipendium in erster Linie ihre Lebenshaltungskosten decken. Angesichts der Tatsache, dass sich die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten eines Studenten auf etwa 400 Euro pro Monat belaufen, wird die Deckung der Lebenshaltungskosten der ukrainischen Studierenden im nächsten Studienjahr etwa eine Million Euro kosten. Die Anzahl und der Umfang der Stipendien hängen jedoch von der Gesamtsumme der beim Fonds eingegangenen Spenden ab. Jungen Ukrainern und Ukrainerinnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ausbildung an der Univesrität Tartu fortzusetzen, ist eine kosteneffiziente Möglichkeit, zum Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg beizutragen, da die Kosten für ein Hochschulstudium auf höchstem Niveau in Estland im Vergleich zu den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien oder den skandinavischen Ländern deutlich niedriger sind. Auch die allgemeinen Lebens-haltungskosten sind hier viel erschwinglicher als in Westeuropa und Nordamerika.

Darüber hinaus liegt Estland näher am Kriegsgebiet als die oben genannten Länder und nimmt daher verhältnismäßig mehr Flüchtlinge auf als andere europäische Länder.Seit dem 27. Februar 2022 hat Estland insgesamt 37.411 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Etwa die gleiche Anzahl von Ukrainern und Ukrainerinnen lebte bereits vor dem Krieg in Estland. Somit verfügen die neuen ukrainischen Einwanderer, einschließlich der Studierenden, über ein Unterstützungsnetz von ukrainischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in Estland, was für die Eingewöhnung in eine neue Umgebung sehr hilfreich ist.

Mittwoch 29.06.2022 to Mittwoch 29.06.2022
Botschaft der Republik Estland, Hildebrandstr. 5, 10785 Berlin