Gemeinsame Erklärung der estnischen, lettischen und litauischen Außenminister anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls

Am 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Es bedeutete den Zusammenbruch des Reiches des Bösen auf die direkteste und entschiedenste Weise – es war der Anfang vom Ende der kommunistischen Gewaltherrschaft in Europa. Der Fall der Berliner Mauer ließ alle gefangenen Nationen in die Familie des freien und demokratischen Europas zurückkehren.

Wir feiern, dass die Hoffnung auf Freiheit nicht nur dem deutschen Volk zurückgegeben wurde, sondern all den Völkern, denen hinter dem Eisernen Vorhang jahrzehntelang die Gerechtigkeit beraubt wurde. „Wir sind das Volk“ jubelten die Deutschen vor 30 Jahren auf den Straßen. Dieselbe Botschaft wurde einstimmig überall von der Ostsee bis hin zur Adria gerufen.

Wir vergessen es nicht, dass die Freiheit ihren Preis hatte. Die Berliner Mauer gehört nach wie vor zu den dunkelsten Symbolen des geteilten Europas. Viele haben ihr Leben gegeben und wir werden ihnen ewig dankbar sein. Noch heute kämpfen viele Menschen auf der ganzen Welt für die Demokratie. Sie werden uns immer an die Werte und Prinzipien erinnern, die für uns unveräußerlich sind und die von uns geschützt werden.

Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die Versuche, europäische Nationen zu spalten und neue Mauern zu errichten, niemals gelingen werden. Die Einheit und die Stärke Europas sind nicht selbstverständlich, da sie harte Arbeit und kluge Entscheidungen erforderten.

Der estnische Außenminister Urmas Reinsalu, der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs und der litauische Außenminister Linas Linkevičius.

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